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Hans Henny Jahnn
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*17. Dezember 1894 Stellingen bei Hamburg
+29. November 1959 Hamburg
begraben: Hamburg, Nienstedtener Friedhof
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Sohn eines Schiffbauers. Orgelbauer von Weltruf, Pferdezüchter, Hormonforscher. Literarischer und gesellschaftlicher Außenseiter; versucht in Dichtung und Leben aus den Konventionen der Gesellschaft auszubrechen; bisexuell.
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1926
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Ehe mit Ellinor Philips (Gymnastiklehrerin); eine Tochter
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Einzelgänger unter den großen deutschen Schriftstellern der ersten Jahrhunderthälfte. Antichristliche Kultur- und Zivilisationskritik. Seine Werk, auf dessen Zug ins Sexualpathologische sich seinerzeit vor allem die Kritik einschoss ("Prophet der Unzucht"), antizivilatorische, kulturpessimistische Grundhaltung, beschwört eine elementare Welt jenseits von Gut und Böse. Zwiespältiges Urteil über ihn: "Ich kenne keinen lebenden Dichter, der das Bild des klassisch schönen Menschen so großartig besudelt und das Besudelte so inbrünstig liebt wie Jahnn" (K.H. Kramberg, 1954). - "Ich halte Jahnn ohne jede Einschränkung für den größten deutschen Prosaisten unserer Zeit" (W. Muschg, 1957). Jahnn über sich selbst: "Anarchist mit guten Zielen, überzeugter Antimilitarist".
Auszeichnung:
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1920
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Kleist-Preis für "Pastor Ephraim Magnus"
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wichtige Lebensdaten:
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1914
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Abschluss des Realgymnasiums
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1915-1918
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als überzeugter Pazifist zusammen mit seinem Lebensgefährten Gottlieb Friedrich Harms (+1931) in Norwegen; autodidaktisches Studium des Orgelbaus
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1918
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Rückkehr nach Hamburg; Restauration der Arp-Schnitger-Orgel von St. Jacobi
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1919
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Gründung der "Glaubensgemeinde Ugrino" zusammen mit Harms und dem Bildhauer Franz Buse: Versuch der Wiederbelebung eines elementaren Lebenszusammenhangs; Scheitern
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1923-1933
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Orgelbauer; Organisator des "Hamburger Künstler-Kartells"
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1933
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Emigration nach Zürich (wird jedoch von den Nazis nicht ausgebürgert)
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1934-1950
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Bewirtschaftung eines Bauernhofs auf der dänischen Insel Bornholm; zwiespältige Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus
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1950
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Rückkehr nach Hamburg. In den letzten Lebensjahren Mahner gegen deutsche Wiederbewaffnung und atomare Bedrohung
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1956
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Reise nach Moskau
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Werke: (e = entstanden; a = uraufgeführt in)
Romane
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1929
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Perrudja (unvollendet)
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1949-51
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Fluß ohne Ufer (Romantrilogie):
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1949
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Das Holzschiff
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1949-51
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Die Niederschrift des Gustav Anias Horn
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1961
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Epilog (unvollendet)
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1968 (1951-58 e)
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Jeden ereilt es (Frgm.)
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Novelle
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1956
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Die Nacht aus Blei (aus: Jeden ereilt es)
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Dramen
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1919 (1923 a Berlin)
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Pastor Ephraim Magnus
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1921 (1922 a)
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Die Krönung Richards III.
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1922 (1923 a Hamburg)
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Der Arzt, sein Weib, sein Sohn
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1924
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Der gestohlene Gott
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1926 (a Berlin; 2. Fassung 1959, 1964 a Wiesbaden)
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Medea (Tragödie)
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1931 (1951 a)
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Neuer Lübecker Totentanz
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1931
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Straßenecke
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1952 (1933 e; 2. Fassung 1948 a Hamburg)
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Armut, Reichtum, Mensch und Tier
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1952 (1948/49 e; 1969 a Münster)
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Spur des dunklen Engels
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1955 (1956 a Hamburg)
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Thomas Chatterton (Tragödie)
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1961 (1959 e)
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Die Trümmer des Gewissens
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1968
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Ugrino und Ingrabanien
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Tagebuch
Ausgaben
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1974
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Werke und Tagebücher in 7 Bänden, hg. v. Thomas Freeman u. Thomas Scheuffelen, Hamburg
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1985ff.
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Werke in Einzelbänden, hg. v. Uwe Schweikert, Hamburg
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